Wechseljahre beim Mann

Frauen kommen in die Menopause und Männer in die Andropause. Die Wechseljahre des Mannes sind unter Medizinern immer noch sehr umstritten, jedoch berichten immer mehr Männern von Beschwerden mit zunehmenden Alter. Was sind die Wechseljahre des Mannes und wie werden diese ausgelöst? Zu welchen Beschwerden kommt es und was kann Mann dagegen tun?

Wechseljahre Mann – Was ist das?

Die Wechseljahre des Mannes werden auch Andropause genannt. Diese beginnen mit fortschreitendem Alter und äußern sich bei jedem Mann anders. Mediziner konnten mittlerweile herausfinden, warum es zur Andropause kommt. Im Laufe des Lebens sinkt der Testosteronspiegel im Blut ab. Ab dem 40. Lebensjahre verringert sich dieser pro Jahr um 2-3% und ab dem 50. Lebensjahr etwa spricht man von den Wechseljahren. In dieser Zeit verspüren Männer unterschiedlich ausgeprägte Beschwerden. Diese können durch angepasste Maßnahmen sehr gut behandelt werden. Männer können selbst viel dazu beitragen, um die Symptome zu verringern. Doch auch alternative Heilmethoden und die Schulmedizin können für Abhilfe sorgen.

Wechseljahre Mann Wie schnell sinkt das Testosteron?

Die Wechseljahre des Mannes übersichtlich erklärt

Die Wechseljahre des Mannes übersichtlich erklärt

Der Testosteronspiegel sinkt nicht bei jedem Mann gleich schnell. Hierfür sind einige Faktoren verantwortlich. Vor allem die Lebensweise des Mannes ist ausschlaggebend dafür, wie schnell das Testosteron aus dem Körper verschwindet. Ein Mann, der ein aktives Sexleben führt, produziert weitaus mehr Testosteron, als ein Mann, der abstinent lebt. Doch auch die Ernährung und die Bewegung im Alltag sind für die Senkung des Testosteronspiegels von Bedeutung. Hat man generell viel Stress und nur wenig Zeit sich zu entspannen, kann das Testosteron nicht mehr in hohen Dosen nachgebildet werden. Es kommt zum Absenken des Hormonspiegels und somit zu Symptomen, die ein Mann nur in den Wechseljahren verspürt.

Wechseljahre MannAbsenken der Geschlechtshormone

Auch die beiden Geschlechtshormone DHEA und DHEAS sinken im Laufe der Jahre. Der Körper produziert weniger Hormone, was zu einem Ungleichgewicht im Hormonhaushalt führt. Diese beiden Hormone sind für die sexuelle Aktivität des Mannes zuständig. Sie regeln die Lust des Mannes. Werden weniger Geschlechtshormone ausgeschüttet, hat der Mann weniger Lust auf Sex. Dies kann nur durch ein reges Sexualleben verhindert werden. Hat der Mann regelmäßig Geschlechtsverkehr, können weiterhin die wichtigen Hormone ausgeschüttet werden und die Wechseljahre sind weitaus erträglicher und mit weniger Beschwerden verbunden.

Das Wachstumshormon Somatotropin

Das Wachstumshormon ist, wie der Name schon sagt, für das Wachstum verantwortlich. Es regelt aber nicht nur die Körpergröße, wie viele Menschen denken. Somatotropin für das gesamte Wachstum im Körper zuständig. Daher verlieren viele Männer mit zunehmenden Alter die Haare. Außerdem werden Menschen im Alter generell kleiner. All diese Vorgehensweisen sind komplexe Prozesse, die mit dem Hormonhaushalt zu tun haben. Sinkt das Somatotropin ab, hat dies keinen Einfluss auf das sexuelle Verhalten des Mannes. Es kann jedoch dazu beitragen, dass Männer sich weniger „schön“ finden. Sinken jedoch alle genannten Hormone zur selben Zeit ab, kommt es zu den Wechseljahren des Mannes.

Wie lange dauern die Wechseljahre des Mannes?

Die Wechseljahre des Mannes sind frustrierend

Die Wechseljahre des Mannes sind frustrierendd

Wie lange die Wechseljahre dauern, ist von Mann zu Mann unterschiedlich. Je nachdem wie schnell das Testosteron sinkt, kommt es zu unterschiedlichen Symptomen. Manche Männer verspüren so gut wie keine Beschwerden, während man bei anderen Männern die Wechseljahre sehr gut erkennt. Die Dauer der Wechseljahre ist daher unbekannt. Erwiesen ist aber, dass die Wechseljahre abgeschlossen sind, sobald der Hormonhaushalt wieder im Gleichgewicht ist. Sind die oben genannten Hormone abgesunken, bleiben diese für das restliche Leben stabil. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist die Zeit der Andropause vorbei und der Mann verspürt keine Beschwerden mehr.

Wie häufig treten die Wechseljahre auf?

Bei etwa 20% der Männer über 50 Jahren, liegt der Testosteronspiegel nicht mehr im Normbereich. Bereits ab dem 40. Lebensjahr fällt der Spiegel ab. Wie schnell das Testosteron nicht mehr nachgebildet wird, hängt von der Lebensweise des Mannes ab. Nicht jeder Mann leidet automatisch am dem Testosteronmangelsyndrom und muss behandelt werden. Ob eine Hormonbehandlung erforderlich ist, sollte vom Arzt abgeklärt werden.

Wechseljahre Mann– Welche Anzeichen gibt es?

So unterschiedlich die Dauer der Wechseljahre beim Mann ist, so unterschiedlich sind auch die Anzeichen. Meist fällt den Menschen im Umfeld früher auf, dass eine Veränderung stattfindet, bevor der Betroffene selbst etwas davon mitbekommt. Hierzu zählen die Stimmungsschwankungen, aber auch die Zunahme des Bauchfetts. Vor allem Stimmungsschwankungen sind schon am Anfang der Wechseljahre zu beobachten. Männer sind oft gereizt und werden schnell zornig. Dinge, die den betroffenen Mann früher kalt gelassen haben, haben jetzt eine andere Wirkung. Der Mann verliert schneller die Nerven und das bekommt das Umfeld sehr gut mit. Auch der Libidoverlust wird meist zuerst von den Frauen wahrgenommen. Ein deutlicher Leistungsabfall und Schlafstörungen sind ebenfalls erste Anzeichen dafür, dass sich ein Mann in der Andropause befindet. Da sich die Hormone verändern, fühlen sich Männer ab 50 oft abgeschlagen und matt. Daher sind sie nicht mehr so belastbar, wie etwa jüngere Männer. Dazu kommt, dass viele Männer von Schlafstörungen geplagt sind. Dies können Einschlafprobleme, aber auch Probleme beim Durchschlafen sein.

Welche Beschwerden treten auf?

In der Andropause kann es zu einem Verlust der Libido kommen

In der Andropause kann es zu einem Verlust der Libido kommen

Die Beschwerden sind sehr vielfältig. Manche Männer verspüren keinerlei Veränderung in ihrem Körper, während andere Männer mit vielen Symptomen gleichzeitig zu kämpfen haben. Neben einer verminderten Sexualfunktion ist auch die verringerte Lust ein deutliches Zeichen dafür, dass sich der Mann in den Wechseljahren befindet. Es kommt zu einer Erektionsstörung, die nur mit Hilfe von Medikamenten behandelt werden kann. Auch die verminderte Muskelkraft ist im Alter vollkommen normal. Es wird weniger Muskelgewebe aufgebaut, jedoch erhöht sich der Fettanteil im Körper des Mannes. Dies ist vor allem am Bauch bemerkbar. Ältere Männer haben oft einen runden Bauch, während sich das Fett am restlichen Körper nur sehr selten ablegt. Vor allem das Bauchfett ist aber sehr gefährlich, denn dadurch kann es zu zahlreichen Erkrankungen kommen. Das Risiko für Bluthochdruck und Schlaganfälle wird deutlich höher. Ein größeres Problem ist die verminderte Knochendichte. Da im Alter der Knochen nicht mehr so gut aufgebaut werden kann, leiden viele ältere Menschen an Osteoporose. Auch das Risiko für Knochenbrüche wird im Alter deutlich höher.

Wechseljahre MannWas man selbst tun kann

Kommt ein Mann in die Wechseljahre, kann er einiges tun, um die Symptome, zum Beispiel starkes Schwitzen, zu minimieren bzw. zu verhindern. Eine ausgewogene Ernährung ist hier von großer Bedeutung. Mehr Gemüse statt Fleisch zu essen, bringt dem Körper Energie und der Mann fühlt sich weniger matt. Eine Flüssigkeitsaufnahme von zwei Litern pro Tag sollte unbedingt gewährleistet sein. Außerdem sollte Mann darauf achten, wie viel er isst. Es sollten keinesfalls mehr Kalorien zu sich genommen werden, als der Körper verbrauchen kann. Dies verhindert lästiges Bauchfett und trägt somit positiv zur Gesundheit bei. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Sexualität. Der Mann sollte weiterhin sexuell aktiv sein. Dies erhöht die Testosteronausschüttung im Körper und die Wechseljahre bringen weniger Beschwerden mit sich. Ein Mann, der ein erfülltes Sexualleben hat, wird weniger leiden, als ein Mann, der abstinent lebt. Sport, Bewegung und Entspannung sind wichtige Dinge, die ein Mann einhalten sollte. Regelmäßig Sport zu betreiben, hilft dem Körper jung zu bleiben. Außerdem werden beim Sport Glückshormone ausgeschüttet, die für mehr Wohlbefinden sorgen. Bewegung ist grundsätzlich für jeden Menschen gut. Es muss kein Dauerlauf sein, den man täglich anstrebt. Ein ruhiger, entspannter Spaziergang reicht an Bewegung vollkommen aus. Eine Alternative dazu, wäre das Auto mal sehen zu lassen und zu Fuß einkaufen zu gehen. Bei all der Bewegung darf aber auch die Entspannung nicht fehlen. Diese hilft dem Körper sich zu erholen und tut auch der Seele gut. Ob man hierfür ein heißes Bad nimmt, oder sich zurückzieht, um ein Buch zu lesen macht keinen Unterschied. Wichtig ist, dass man Zeit für sich hat und Körper und Geist eine Auszeit vom stressigen Alltag haben. Medikamente sollte man nicht direkt zu sich nehmen. Auch die Natur bietet einige Hilfsmittel. Johanniskraut und Baldrian etwa tragen zur Entspannung des Mannes bei. Auch Brennnesseln wird eine positive Wirkung nachgesagt. Diese sollen helfen alte Lasten loszuwerden und können den Geist reinigen. Für welche Mittel sich ein Mann entscheidet, bleibt ihm überlassen. Die Homöopathie sollte jedoch nicht unterschätzt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung während der Wechseljahre ist sehr vielfältig. Neben den Dingen, die ein Mann selbst tun kann, steht auch die Homöopathie zur Verfügung. Die Natur bietet dem Menschen eine Vielzahl an Pflanzen, die bei Beschwerden Abhilfe schaffen können. Diese sollten jedoch unter Aufsicht eines Homöopathen eingenommen werden. Zumindest sollte Rücksprache mit dem Apotheker gehalten werden. In der Homöopathie stehen Johanniskraut, Baldrian und das Kava-Kava zur Verfügung. Diese Stoffe können dem Mann helfen, die Symptome der Wechseljahre zu reduzieren. Diese wirken sehr unterschiedlich. Manche Präparate fördern den Schlaf, während andere Potenzen eine angstlösende Wirkung besitzen. Es ist sehr wichtig, dass der Mensch genau unter die Lupe genommen wird. Die klinische Anamnese ist daher unumgänglich. Auch eine Verlaufskontrolle während der Behandlung sollte durchgeführt werden. Um die Homöopathie zu nutzen, ist es daher ratsam, sich mit einem Homöopathen oder dem Hausarzt in Verbindung zu setzen. Neben der Homöopathie kann auch die Schulmedizin in der Behandlung der Wechseljahre behilflich sein. Hierzu muss unbedingt ein Arzt kontaktiert werden. Da das Testosteron in den Wechseljahren absinkt, kann eine Testosteronersatztherapie angestrebt werden. Allerdings muss dafür der Blutwert bestimmt werden und eine genaue Untersuchung des Mannes erfolgen. Testosteron kann dem Körper auf mehreren Wegen zugeführt werden. Ob der betroffene Mann das Pflaster, die Injektion oder die Kapseln bevorzugt, sollte daher mit dem behandelten Arzt besprochen werden.